3. Februar 2026

Unser Kinderschutzkonzept – kindliche Sexualität begleiten

Unsere Grundhaltung

Wir setzen uns bewusst und fachlich mit Sexualpädagogik – als Basis für unser gemeinsames Handeln und einen sicheren Umgang damit – auseinander.

Wir haben Fachwissen über die psychosexuelle Entwicklung von Grundschulkindern, insbesondere über ihr altersentsprechendes Verhalten in Abgrenzung zu grenzwertigem bzw. übergriffigem Verhalten.

Dies versetzt uns in die Lage, kindliche Sexualentwicklung zu begleiten, zu schützen und darüber im Gespräch zu bleiben. Dadurch sind wir handlungsfähig bei übergriffigem Verhalten der Kinder untereinander.

Wir begegnen allen Kindern mit wertschätzender, aufgeschlossener, akzeptierender Grundhaltung.

Eine pädagogische Begleitung der kindlichen sexuellen Entwicklung ist die beste Prävention gegen sexualisierte Gewalt.

Sexuelle Bildung von Anfang an unterstützt Kinder dabei, ihren Körper, ihre Gefühle und ihre Bedürfnisse zu spüren und besser wahrzunehmen.

Wir unterstützen die Kinder unserer Schule, einen gesunden Umgang mit ihrem Körper zu entwickeln.

Aufklärungsarbeit überfordert Kinder nicht, sondern bewirkt das Gegenteil: Sie werden dazu befähigt, selbstbewusst zu sagen, was sie möchten und was nicht.

Wir trauen Kindern zu, dass sie die Expert:innen ihrer selbst sind. Wir bemühen uns, stereotype Geschlechtszuschreibungen sowie Klischees zu vermeiden und ermöglichen Kindern die freie Entfaltung ihrer (geschlechtlichen) Persönlichkeit.

Dazu gehören die Akzeptanz und Wertschätzung verschiedener Geschlechtsidentitäten sowie deren Ausdrucksformen.

Alle Kinder sind mit ihrer Lebensrealität in unserer Schule willkommen, unabhängig von der eigenen geschlechtlichen Identität oder der Familienform, in der sie aufwachsen.

Kinder lernen in unserer Schule, dass Körper, Liebe, Beziehung und Familie vielfältig sind und individuell gestaltet werden können.

Jede Form der Diskriminierung lehnen wir entschieden ab.

Unsere sexual-pädagogische Arbeit

In der Arbeit mit den Kindern sind unsere vorrangigen Ziele in der Grundschule:

  • Das Kind vertraut seinem eigenen Gefühl und kennt seine eigenen Bedürfnisse.
  • Es kann sagen oder zeigen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.
  • Es kann nach einem Erlebnis mitteilen, was passiert ist und was nicht okay war.
  • Jedes Kind kann sich Hilfe holen.

Über Sexualität sprechen ist eine Form der Prävention sexueller Gewalt. Kinder erhalten damit Worte, mit denen sie mögliche sexuelle Grenzverletzungen eindeutig beschreiben können. Es fällt ihnen möglicherweise leichter, über Grenzverletzungen zu sprechen und sich Hilfe zu holen.

Kinder lernen, dass sie selbst das Recht haben, Grenzen zu setzen. Dafür müssen sie ihre Rechte kennen. Erwachsene sollten die Grenzen und Privatsphäre von Kindern kennen und achten.

Kinder sollen lernen, dass Sexualität etwas Schönes ist, manche Handlungen aber einen privaten Rahmen erfordern. Nicht alles passt in die Öffentlichkeit.

Das Lernen von Regeln und Grenzen, auch in Bezug auf Sexualität, ist eine Entwicklungsaufgabe von Kindern. Sie brauchen Unterstützung, um lernen zu können, welcher Rahmen angemessen und grenzachtend ist. Dafür braucht es Regeln.

Daher gelten an unserer Schule

  • die Kinderrechte zum Schutz jedes Kindes
  • die Regeln zu Körpererkundungsspielen.

Diese sind in unserer Schule sichtbar und werden regelmäßig gemeinsam mit den Kindern erarbeitet.