6. Oktober 2020

Unsere Haltung

Schwerpunkte und Ziele unserer Arbeit

Wertschätzung, Vertrauen und Achtung

  • Jedes Kind ist einzigartig und wertvoll. Als gewolltes und geliebtes Geschöpf Gottes steht es mit seinem Wesen, seinen Fähigkeiten und Interessen im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit.
  • Unsere pädagogische Grundhaltung ist von Wertschätzung und Vertrauen geprägt. Wir begegnen Kindern mit Achtung und Respekt.
  • Nach christlichem Vorbild wollen wir Kinder befähigen, mit ihren Mitmenschen und der Natur wertschätzend umzugehen.

Pädagogischer Rahmen

  • Der Hort ist ein Ort der informellen Bildung und der pädagogischen Freizeitgestaltung. Auf der Grundlage der im Sächsischen Bildungsplan beschriebenen Bildungsbereiche bieten wir den Kindern Lernarrangements, die von der Nähe der kindlichen Lebenswelt geprägt sind.
  • Unser Hort ist ein offener Hort. Kinder können bei uns wachsen und sich entfalten. Hierzu gibt es Freiräume, Angebote, Impulse und Wahlmöglichkeiten. Die Kinder erleben sich als eine Gemeinschaft und können klassenübergreifend Freundschaften pflegen.
  • Kinder sollen bei uns lernen, die Bedürfnisse und Grenzen anderer Menschen zu respektieren, ihre eigene Bedürfnisse zu artikulieren und sich als Teil der Gemeinschaft einzubringen.
  • Im täglichen Miteinander lernen die Kinder soziale Kompetenzen wie gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung, Toleranz, Hilfsbereitschaft, das Einhalten von Regeln und angemessene Klärung von Konflikten, Versöhnung und Verzeihen.

Zusammenarbeit auf allen Ebenen

  • Jeder Klasse sind zwei Bezugserzieherinnen zugeordnet, die in besonderem Maße für die Kinder der jeweiligen Gruppe zuständig sind. Sie sind Ansprechpartnerinnen für Kinder, Eltern und Lehrer. Die erste Bezugserzieherin unterstützt einmal pro Woche die Freiarbeit.
  • Wir leben eine enge Kooperation mit Eltern und Lehrern, um im Sinne einer Bildungspartnerschaft die Entwicklung der Kinder bestmöglich zu begleiten und zu fördern.
  • Die Mitarbeiterinnen unseres Horteam arbeiten kompetenzorientiert. Jede/r Mitarbeiter*in ist für einen bestimmten Bereich unseres Hortes, sowie spezifische Aufgaben in unserer Lebenswelt verantwortlich.
    Die Reflexion unserer pädagogischen Arbeit, konstruktives Feedback, wöchentliche Teamberatungen und Weiterbildungen sind wichtige Parameter unserer Zusammenarbeit.

Struktur und Kontexte

Kinderstruktur

  • Der Lebenswelt Hort hat eine Kapazität von 70 Plätzen. Davon stehen bis zu sechs Plätzen Kindern mit Integrationsbedarf zur Verfügung.
  • Alle Kinder der Lebenswelt Schule haben einen Betreuungsvertrag über 6 Stunden im Lebenswelt Hort.
  • Die Kinder der Lebenswelt Schule kommen aus Zwenkau, den umliegenden Orten und Gemeinden und über die Grenzen des Landkreises Leipzig hinaus. Ca. 30% sind Fremdgemeindekinder.
    Der Transfer der Kinder erfolgt durch die Eltern per PKW über öffentliche Verkehrsmittel sowie von den Eltern organisierte Fahrgemeinschaften.

Öffnungszeiten

  • Der Hort ist an jedem Schultag von 7.00 bis 8 Uhr (Frühhort) und von 12.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
  • Die Betreuungssätze entsprechen denen kommunaler Kindereinrichtungen der Stadt Zwenkau.
  • In den in Sachsen festgelegten Ferienzeiten ist der Hort von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Eine Bedarfsabfrage erfolgt ca. 3 Wochen vor den jeweiligen Ferien.
  • Während der Sommerferien gibt es eine dreiwöchige Schließzeit. In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist der Hort ebenfalls geschlossen.

Ein-Blick ins Gebäude und ins Außengelände

Kinderbeteiligung

Grundrecht Beteiligung

  • Kinder haben im Lebenswelt Hort das Recht auf Beteiligung.
    Sie beteiligen sich an Aufgaben des Alltags und deren Verrichtung und können im praktischen Tun – als Gestalter ihres eigenen Lebens – Selbstwirksamkeit erleben.
  • Beispiele sind die Unterstützung bei der Zubereitung unseres gesunden Vespers, die Auswahl des Mittagessens durch eine verantwortliche Kindergruppe, die eigenständige Nutzung unserer Kinderküche oder die Rolle als Raumverantwortliche/r
    oder Gruppenleiter/in sowie die Übernahme von Diensten.

Hilf mir, ich möchte es selber tun.

  • In diesem Zusammenhang folgen wir dem montessorischen Prinzip “Hilf mir es selbst zu tun.”
    Das, was ein Kind selbst erledigen kann, soll es auch selbst tun.
    Dort, wo ein Kind noch Unterstützung benötigt, kann es auf Kinder mit diesen Kompetenzen und die Hilfe zur Selbsthilfe durch Erwachsene zurückgreifen.
  • Wir möchten Kinder in die Selbstständigkeit führen. Hierzu werden sie angeleitet, begleitet und altersgerecht mit Eigenverantwortung ausgestattet.

Demokratie lernen

  • Während des gesamten Hort-Nachmittages haben die Kinder in besonderer Weise die Möglichkeit, über ihre Zeit frei zu verfügen.
    Durch unser Konzept der offenen Arbeit können die Kinder in allen Räumen des Hauses und im gesamten Außengelände ihren Interessen und Neigungen nachgehen und auch entscheiden, wann und mit wem sie ihre Freizeit verbringen.
  • Durch die freie Wahl der Tätigkeit und des Spielpartners haben die Kinder die Möglichkeit ihre Interessen zu verfolgen. Dabei lernen sie sich in verschiedenen Spielgruppen einzufügen, Rollen zu wechseln und Absprachen zu treffen. Sie übernehmen Verantwortung und üben sich in Selbständigkeit.
  • Damit die Kinder ihre Beteiligungsrechte ausüben können, werden ihnen die Entscheidungsspielräume entsprechend ihrem Entwicklungsstand erklärt und Formen der Information, der Mitsprache und Mitentscheidung praktiziert.
  • In den Morgen- und Gesprächskreisen der Klassen, in der festen Hortgruppenzeit, beim gemeinsamen Mittagessen, in kleinen Vespergruppen oder in ihren AGs können Themen besprochen werden, die Kinder bewegen und durch sie anregt werden. Kinder werden dadurch herausgefordert, eigene Standpunkte zu Themen zu entwickeln, sie zu formulieren und vor der Gruppe und gegenüber den Pädagogen zu vertreten.

Beobachtung und Dokumentation

  • Eine wichtige Aufgabe der ErzieherInnen besteht in der Gestaltung der vorbereiteten Umgebung für das Kind.
  • Die genaue Beobachtung der Kinder, ihrer Interessen und Lernfortschritte ist Grundlage für die Auswahl der Materialien, die den Kindern zur Verfügung gestellt werden.
  • Neben dieser alltagsbegleitenden Beobachtung, ist es wichtig, die unterschiedlichen Lebenssituationen der Kinder sensibel wahrzunehmen und positive Bildungserfahrungen zu ermöglichen.
  • Eine gezielte Beobachtung und Dokumentation ermöglicht uns individuelle Erfahrungen im fachlichen Dialog zu besprechen und jedem Kind zum Ende eines Schuljahres einen persönlichen Entwicklungsbrief zu schreiben.

Ganztagsangebote

Das habe ich im Hort gelernt!

  • Den vielfältigen Interessen, Neigungen und Begabungen unserer Kinder möchten wir auch mit einem ausgewogenem AG-Konzept Rechnung tragen.
  • In unseren AGs haben die Kinder die Möglichkeit, individuelle Stärken weiter auszubauen, Fertigkeiten zu erlernen, Interessen zu entwickeln sowie verschiedene Freizeitbereiche kennenzulernen.

Abwechslung im rhythmisierten Ganztag

  • Unsere Ganztags-Angebote sollen zum einen die Fähigkeit schulen, die Aufmerksamkeit willentlich auf ein Interessengebiet, ein Thema, einen Gegenstand, eine Person richten zu können. So werden Konzentration, Ausdauer und Zielorientierung gefördert.
  • Zum anderen tragen unsere AGs in einem rhytmisierten Tagesablauf dem Wechsel von geistiger und körperlicher An- und Entspannung bei.

Kleingruppe als Sozialisationsform

  • Die für ein halbes Jahr verbindlich gewählten AGs sind auf eine Teilnehmerzahl von max. zehn Kinder begrenzt. Sie stellen die besondere Form einer selbst gewählten Interessensgemeinschaft dar.
  • Alle unsere AG-Angebote sind jahrgangsgemischt und für Jungen und Mädchen gleichermaßen zugänglich. Somit werden die Kinder auch in der Entwicklung ihrer eigenen Geschlechteridentität gefördert, ohne unreflektiert Geschlechterstereotype zu übernehmen.

Regelmäßig stattfindende AGs im Schuljahr 2020/21 sind: Bläserkreis, Buchkinder, Kinderyoga, Holzwerkstatt, Drucken, Forschen, Trommeln, Spiel und Bewegung nach Hengstenberg, Viertklässlerkreis, Bibliothek, Krippenspiel